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Dez/10

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Die Gesichter der Baustelle | Teil 6

Trotz anhaltender Wintertemperaturen ist in den vergangenen vier Wochen viel auf unserer Baustelle passiert. Die Bauheizung läuft rund um die Uhr und der Heizöllieferant reibt sich – nicht nur wegen der Kälte – die Hände.

Zur Zeit erfolgt der konstruktive Abriss im Westteil des Hauptgebäudes (Terrassierung) und die Umbau- und Sanierungsarbeiten konzentrieren sich auf den Mittel- und Ostteil. Trotz der widrigen Wetterbedingungen werden nach dem letzte Woche erfolgten Einbau der Beton-Bodenplatte im Erdgeschoss bereits erste Innenwände gemauert. Die zukünftige Nutzungssituation zeichnet sich durch den Bau der Brandwände mehr und mehr ab: Der Innenbereich des Erdgeschosses nimmt langsam seine endgültige Form an.

Um weiterhin den ambitionierten Zeitplan zu realisieren und auch bei frostigen Graden auf der Baustelle arbeiten zu können, werden die ca. 250 Fensteröffnungen mit sogenannten “Notfenstern”, bestehend aus Holzrahmen und Baufolie, verschlossen. Des weiteren werden im EG und 1. OG die ersten Fenster mit Sichtmauerwerk geschlossen, um der zukünftigen Nutzung als Weinlager zu entsprechen. Aufgrund der 100 Jahre alten Fassade haben wir bei der Auswahl der hierzu verwendeten Ziegel großes Augenmerk auf Form, Beschaffenheit und Brenngrad gelegt.

Der Bestandsaufzug wurde komplett demontiert und der Aufzugsschacht für den Einbau des “Nachfolgers” vorbereitet. Die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten werden derzeit wetterbedingt auf die Vorbereitung der nächsten Arbeitsschritte und die Ausführung von Werkstattarbeiten reduziert.

Weitere Maßnahmen, die derzeit ausgeschrieben und verhandelt werden, sind die Fassadenreinigung und -sanierung, das Rohbau-Los_2 (Neubau Rampe und Treppen-/ Aufzugsturm Nordseite) und die Tiefbau-/ Straßenbauplanung der Freianlagen. Weiterhin wird das energetische Konzept einer Feinplanung unterzogen – hier insbesondere gilt es das Zusammenspiel von BHKW, Photovoltaikanlage und partiellem Fernwärmebezug zu optimieren.

Der zeitige und schneereiche Wintereinbruch ist für alle ausführenden Gewerke eine große Herausforderung und unser besonderer Dank gilt hier allen Bauschaffenden, die einen hohen Einsatz und große Umsicht bei der Arbeitsvorbereitung und bei der Gewährleistung der Baustellensicherheit zeigen.

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Nov/10

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Die Gesichter der Baustelle | Teil 4

Vor nunmehr acht Wochen wurden die Ausschreibungen für die Gewerke Zimmerei, Dachdecker, Rohbau, Haustechnik und Aufzugbau an je sechs Unternehmen ausgesandt, die von Größe und Referenzen für Leistungen unserer Größenordnung infrage kommen. Anschließend wurden mit den jeweils drei bestbietenden Unternehmen Vertragsverhandlungen geführt und jetzt sind alle o.g. Gewerke beauftragt und es wurde bereits Ende KW 42 mit den ersten Arbeiten begonnen. Alle beauftragten Unternehmen haben ihren Sitz in der Region.

Doch auch auf unserer Baustelle ist in dieser Zeit einiges voran geschritten. Die Sandstrahlarbeiten im Bereich Erdgeschoss, 1. OG, 2. OG sind abgeschlossen und die Stahlträger und Eisenstützen leuchten fast wieder im alten Glanz. Derzeit wird der Korrosionsschutz aufgebracht, welcher die Stützen der ehemaligen EWS für die kommenden Jahrzehnte wappnet. Und schon jetzt versprühen die Stützen und Träger in Verbindung mit den historischen Ziegelkappendecken einen imposanten Charme.

Für die Freiflächenplanung wurde ein erstes Grundlagenkonzept erstellt. Im gesamten Gebäude wurde eine Horizontalabdichtung durchgeführt, die die 100 Jahre alte Bausubstanz vorsorglich gegen möglicherweise aufsteigende Feuchtigkeit schützt.

Die frisch aufgestellten Bau-Container und der mit Spannung erwartete Kran sind nun auch äußerlich deutlich sichtbare Zeichen:  es geht mit großen Schritten voran.

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