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Beitrag zum Richtfest | Coswiger Infokanal K3

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Pressemitteilung | Richtfest 24.06.2011

SUPERIORE FEIERT RICHTFEST

Bereits Ende August will der Internet-Weinversand von Dresden nach Coswig ziehen – mit 160.000 Flaschen und einem ausgetüftelten Energiekonzept.

Grund zum Anstoßen hatte am 24. Juni der “Noch-Dresdner” Internet-Weinversand SUPERIORE.DE. Die Geschäftsführer Lutz Heimrich und Mirjam Schwarzkopf feierten mit Bauschaffenden, Partnern, Nachbarn und Freunden Richtfest an ihrem künftigen Domizil – dem 100 Meter langen, alten Hauptgebäude  der ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz (EWS) in Coswig. Weil ihr bisheriger Firmensitz am Felsenkeller am Rande Dresdens zu klein geworden ist, kauften sie nach fast 20 Jahren Leerstand den markanten, dreistöckigen Backsteinbau an der Köhlerstraße zwischen Radebeul und Meißen.

Nach dem Tag des Feierns ging’s jedoch auf der riesigen Baustelle sofort weiter. Die Zeit drängt.
Schon im August will SUPERIORE.DE mit 160.000 Flaschen italienischer Spitzenweine umziehen.
Mitte 2010 ließ die GmbH das Gebäude entkernen, Elektroleitungen und Heizungsrohre entfernen,
Wände und Fenster beseitigen. Seither kümmern sich 120 Arbeiter um den Wiederaufbau. 480 Tonnen Bauschutt wurden beseitigt, 15 Kilometer Elektroleitungen verlegt.

Nun ist der Rohbau abgeschlossen, das Dach gedeckt. Bereits über 5.000 schadhafte Ziegel des roten Baus wurden ausgetauscht, weitere 2.000 werden es noch. Auch viele der insgesamt stolzen 270 Fenster sind schon erneuert, ebenso die Dachterrassen im Westteil betoniert. Die ersten Treppen wurden bereits eingebaut. Doch jede Menge fehlt auch noch, so etwa der Vier-Tonnen-Lastenaufzug, der künftig im Anbau an der Nordseite die Weine aus dem Lkw ins Lager befördert.

Coswigs Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) sprach während des Richtfestes von einer “historischen Baustelle” und von einer “kreativen, ehrwürdigen Sanierung eines Industriedenkmals”. Besonders hervorzuheben ist dabei ein fein ausgetüfteltes, kostensparendes energetisches Konzept. Schon im jetzigen Baustand lassen sich konkrete Anzeichen dafür erkennen: So sind in den zwei Lagerräumen auf zwei Etagen (1800 Quadratmeter, bisher: 1200) alle Fenster bereits zugemauert, die Außenwände verdoppelt. Die Luftkammern zwischen der äußeren Ziegelwand und der inneren, extra wärmegedämmten Kalksandsteinwand, werden dabei zudem nachts von Nord nach Süd belüftet. Italienische Spitzenweine lagert man am besten bei gleichmäßigen 16 Grad Celsius und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Da die dicken Mauern durch wärmeabstrahlende Lampen im Inneren nicht ganz zur optimalen Kühlung der Weine ausreichen, braucht es laut Ingenieur Falk Lobers zudem eine Klimaanlage. Aber nur eine kleine. Um die deshalb entstehenden Stromkosten so gering wie möglich zu halten, wird gerade auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit 74 Kilowatt-Peak für den Eigenverbrauch montiert. Im Winter sorgt nicht nur eine Gasheizung für Wärme, sondern auch ein Blockheizkraftwerk. Dies produziert nicht nur Wärme (30 KW Leistung), auch Strom (20 KW). “Durch diese ganzen Maßnahmen sparen wir zwei Drittel an Energieaufwendungen. Und das letzte Drittel produzieren wir selbst”, sagt Lutz Heimrich.

Die denkmalgerechte Sanierung des im Jahr 1905 errichteten Ziegelbaus kostet rund 3,4 Millionen Euro, knapp die Hälfte wird von Brüssel gefördert. Die Mitarbeiterzahl hat SUPERIORE.DE bereits von sechs auf neun erhöht, Tendenz steigend. Das gesamte Gebäude hat 4.500 Quadratmeter Nutzfläche und bietet damit auch noch Platz für ein weiteres Firmenwachstum. Neben dem Weinlager entstehen Büros, die Verpackstation und sogar eine Wohnung – Denn die beiden Geschäftsführer ziehen im Westflügel selbst mit ein.

Insgesamt 1.500 Weine und 150 Brände hat Superiore im Angebot. Fast 40.000 Kunden zählt Heimrich, sie brachten ihm 2010 rund 3,5 Millionen Euro Umsatz.

www.superiore.de und www.bautagebuch.superiore.de

Bildquelle: Daniel Scholz, freischaffender Fotograf, fotura.com

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Dez/10

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Die Gesichter der Baustelle | Teil 6

Trotz anhaltender Wintertemperaturen ist in den vergangenen vier Wochen viel auf unserer Baustelle passiert. Die Bauheizung läuft rund um die Uhr und der Heizöllieferant reibt sich – nicht nur wegen der Kälte – die Hände.

Zur Zeit erfolgt der konstruktive Abriss im Westteil des Hauptgebäudes (Terrassierung) und die Umbau- und Sanierungsarbeiten konzentrieren sich auf den Mittel- und Ostteil. Trotz der widrigen Wetterbedingungen werden nach dem letzte Woche erfolgten Einbau der Beton-Bodenplatte im Erdgeschoss bereits erste Innenwände gemauert. Die zukünftige Nutzungssituation zeichnet sich durch den Bau der Brandwände mehr und mehr ab: Der Innenbereich des Erdgeschosses nimmt langsam seine endgültige Form an.

Um weiterhin den ambitionierten Zeitplan zu realisieren und auch bei frostigen Graden auf der Baustelle arbeiten zu können, werden die ca. 250 Fensteröffnungen mit sogenannten “Notfenstern”, bestehend aus Holzrahmen und Baufolie, verschlossen. Des weiteren werden im EG und 1. OG die ersten Fenster mit Sichtmauerwerk geschlossen, um der zukünftigen Nutzung als Weinlager zu entsprechen. Aufgrund der 100 Jahre alten Fassade haben wir bei der Auswahl der hierzu verwendeten Ziegel großes Augenmerk auf Form, Beschaffenheit und Brenngrad gelegt.

Der Bestandsaufzug wurde komplett demontiert und der Aufzugsschacht für den Einbau des “Nachfolgers” vorbereitet. Die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten werden derzeit wetterbedingt auf die Vorbereitung der nächsten Arbeitsschritte und die Ausführung von Werkstattarbeiten reduziert.

Weitere Maßnahmen, die derzeit ausgeschrieben und verhandelt werden, sind die Fassadenreinigung und -sanierung, das Rohbau-Los_2 (Neubau Rampe und Treppen-/ Aufzugsturm Nordseite) und die Tiefbau-/ Straßenbauplanung der Freianlagen. Weiterhin wird das energetische Konzept einer Feinplanung unterzogen – hier insbesondere gilt es das Zusammenspiel von BHKW, Photovoltaikanlage und partiellem Fernwärmebezug zu optimieren.

Der zeitige und schneereiche Wintereinbruch ist für alle ausführenden Gewerke eine große Herausforderung und unser besonderer Dank gilt hier allen Bauschaffenden, die einen hohen Einsatz und große Umsicht bei der Arbeitsvorbereitung und bei der Gewährleistung der Baustellensicherheit zeigen.

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