TAG | Elektrowärme Sörnewitz

 „SUPERIORE.DE“ DRÜCKT AUF DIE TUBE

Internetweinhandel will schon im August 2011 neuen Firmensitz in EWS-Hauptgebäude eröffnen

Coswig. Die Dornröschentage des ehemaligen Hauptgebäudes der Elektrowärme Sörnewitz (EWS) sind gezählt. Im August nächsten Jahres will Lutz Heimrich hier mit seinem Internetweinhandel „Superiore.de“ einziehen. Das 105 Jahre alte Fabrikgebäude soll so etwas wie das Aushängeschild des derzeit in Dresden beheimateten Unternehmens werden.

Auf eine glanzvolle Zukunft deutet im Moment allerdings noch wenig hin: Das Gebäude ist inzwischen entkernt, in den nächsten Tagen kommen sogenannte Notfenster in die rund 250 Fensteröffnungen, die den schlimmsten Frost abhalten. Eigentlich sollte die Fassade abgewaschen und durch ein spezielles Verfahren gedämmt werden. Diese Arbeiten ruhen wegen der frostigen Temperaturen. Dafür entsteht im Inneren eine Brandschutzmauer. Sie teilt das Gebäude, so dass sich die spätere Nutzung erkennen lässt: In dem zwei Drittel großen Teilstück wird im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss auf je 1600 Quadratmetern das Weinlager eingerichtet. 150 000 Flaschen italienischer Weine hat der Internethändler derzeit auf Lager. „Und wir wollen weiter wachsen“, sagt Geschäftsführer Heimrich.

Im darüberliegenden Geschoss soll ein Versandlager liegen, in dem etwa Kartonagen und Packmaterial aufbewahrt werden. „Aus statischen Gründen können wir dort keinen Wein lagern, perspektivisch ist das aber als Erweiterungsfläche gedacht“, sagt Heimrich. Das Dachgeschoss bleibt vorerst ohne Nutzung.

In der kürzeren Hälfte im Westteil des Gebäudes entsteht in den unteren Geschossen ein Verwaltungstrakt. Weil das Dach hier besonders marode war, musste es teilweise abgerissen werden, genauso wie die zwei darunter liegenden Decken. Dadurch sind zwei Terrassen entstanden, von denen eine Heimrich selbst nutzen will, der sich hier seine Wohnung einrichtet. Die Terrassierung ist allerdings nur von der westlichen Giebelseite her zu sehen, weil die Seitenwände des Gebäudes aus Denkmalschutzgründen stehen bleiben mussten.

2,7 Millionen Euro kostet die Sanierung des EWS-Gebäudes, davon kommen 1,25 Millionen Euro aus einem Fördertopf der Europäischen Union. Teuer machen den Umbau einerseits Auflagen des Denkmalschutzes. So werden die Fenster für das Gebäude derzeit nach historischen Vorbildern extra angefertigt. Andererseits soll der künftige Unternehmenssitz mit Aufzug und Klimatechnik den modernsten Anforderungen genügen.

Um den gesamten Artikel im Original zu sehen, klicken Sie bitte hier.
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten, 09.12.2010, von Uwe Hoffmann

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Jul/10

19

Die Gesichter der Baustelle | Teil 2

Vor gut drei Wochen wurde im ehemaligen EWS mit der Beräumung begonnen. Nun werden Vorschlaghammer geschwungen, alte Einbauten heraus gestemmt, marode Fenster ausgebaut, Rohrleitungen und Elektrokabel entfernt. Mit dem engagierten Team der Karl Köhler Bau GmbH Heidenau ist Energie in das Industriedenkmal zurückgekehrt.

Bis zur “besenreinen Baustelle” wird es noch einige Tage brauchen, aber schon jetzt kann man sich immer besser in die Planungen hineinversetzen. Das “monumentale Projekt” beginnt seine ehemalige Aura zu entfalten.

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Mai/10

21

Schritt für Schritt.

Wir fiebern dem Baubeginn entgegen. Auch wenn momentan an der ehemaligen EWS noch alles ruhig erscheint, stehen wir mit den Vorbereitungen für die Sanierung in den Startlöchern. Auf Planungsebene wird selbstverständlich mit Hochdruck gearbeitet, hier ein paar aktuelle Skizzen der Sanierungskonzeption für den Westflügel.

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Mai/10

19

Grußwort der Sparkasse Meißen

Wir freuen uns sehr, dass die Sparkasse Meißen als Partner SUPERIORE.DE auf ihrem weiteren Erfolgsweg begleiten kann.

Der Entschluss von Herrn Heimrich und Frau Schwarzkopf, das Industriedenkmal EWS in Sörnewitz zu sanieren und als Gebäude für ihre Unternehmung einzusetzen, zeigt nicht nur ihre unternehmerische Entschlossenheit, sondern auch die kreative Vorstellungskraft, den Charme eines alten Monuments wieder aufleben zu lassen. Denn was passt besser zu italienischen Weinen, Grappa und delikaten Köstlichkeiten, als historisches Backsteingemäuer mit vielfältiger Geschichte, verpackt in neuem Gewand.

Auch wenn der Versand der Produkte ausschließlich über das Internet erfolgt, so wird das Bild von SUPERIORE.DE vollkommener.

Sicherlich sieht der eine oder andere Bewohner unseres Landkreises SUPERIORE.DE als Wettbewerber zu den regionalen Winzern – jedoch wissen die Kenner und Liebhaber der sächsischen und italienischen Weine die jeweils einzigartigen Charaktere zu schätzen.

Wir begleiten Herrn Heimrich, Frau Schwarzkopf und die Mitarbeiter der SUPERIORE.DE gern weiter auf Ihrem Weg und freuen uns auch zukünftig über die Nutzen stiftende Zusammenarbeit.

Sparkasse Meißen, Der Vorstand

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Mai/10

6

Öffentliche Vorstellung.

Im Rahmen der öffentlich/nicht öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am 05.05.2010 hatten wir gemeinsam mit Architekt Ader die gute Gelegenheit, unser Unternehmen und das Bauvorhaben “Sanierung ehemaligen Hauptgebäude EWS Neusörnewitz” vorzustellen. Zahlreich vertretene Stadträte, Pressevertreter und die Öffentlichkeit waren interessiert an der Entwurfsplanung und dem Farbkonzept für die geschichtsträchtige EWS.

Für die uns eingeräumte Zeit und das positive Feedback, insbesondere durch Herrn Oberbürgermeister Frank Neupold, möchten wir uns herzlich bedanken und stehen bei weiteren Fragen gern zur Verfügung!

kontakt@superiore.de / Lutz Heimrich

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Apr/10

26

Greifbare Geschichte.

Die Geschichte der ehemaligen EWS ist sichtbar, denn freundlicherweise haben wir einige Original-Pläne des Gebäudes erhalten und nehmen dies als Anlass einmal zurück zu schauen: 1905 wurde das heutige Industriedenkmal erbaut und in den ersten Jahren bis 1922 von der Steingutfabrik AG Sörnewitz genutzt. Ab 1922 ließ sich die Siemens-Elektrowärme-Gesellschaft mbH, Sörnewitz auf weiten Teilen des über zwölf Hektar großen Betriebsgeländes nieder.

Die ehemalige Porzellanfabrik war nun Geschichte, statt Gebrauchskeramik wurden jetzt beheizbare, elektrische Geräte produziert, wie zum Beispiel: Bügeleisen, Brutapparate, Tauchsieder, Lufterhitzer, Wärmespeicher, Kaffee- und Teemaschinen, Küchen- und Tischherde sowie Kochplatten. Später, im Jahr 1946, wurde die Firma enteignet und firmierte seitdem als VEB Elektrowärme Sörnewitz. Die in Sörnewitz ansässigen Unternehmen konnten von einer direkten Verkehrsanbindung profitieren, verfügten Sie doch sehr frühzeitig über eigene Gleisanschlüsse.

Mit der Wende waren auch die Glanzseiten der EWS Geschichte, ein Großteil des Betriebes wurde abgewickelt und die Betriebsflächen in Gewerbegebiete umgewandelt. Das Hauptgebäude steht nun seit über 15 Jahren leer und wird jetzt Schritt für Schritt für die künftige Nutzung als Weinlager und Firmensitz von SUPERIORE.DE entwickelt.

Wir freuen uns das Industriedenkmal auf dem Gelände der ehemaligen EWS zu sanieren und somit endlich wieder mit Leben zu füllen.

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Für die spätere Nutzung des ehemaligen “EWS” auch als Weinlagerstätte wird großes Augenmerk auf die Bauklimatik gelegt. Dipl.-Ing. Falk Lobers beschäftigt sich mit der klimatisch ganzheitlichen Betrachtung von Gebäuden, insbesondere hinsichtlich ihres Wärme- und Feuchtehaushaltes unter Einbeziehung von gebäudetechnischen Gegebenheiten und Anforderungen.

Hier fließen das Gebäude und die Gebäudehülle als Ganzes in die Betrachtung mit ein. Daraus können nicht nur bauliche, sondern auch spezielle haustechnische Anforderungen resultieren.
In unserem Falle werden die Untersuchungen Aufschluss darüber geben, welche nötigen technischen und baulichen Veränderungen vorgenommen werden müssen, um unsere strengen Anforderungen an Temperatur und Luftfeuchtigkeit über den Jahresverlauf zu erfüllen.

Dipl.-Ing. Falk Lobers
IB-LOBERS
Tieckstraße 17
01099 Dresden
Tel. 0351 801 10 55
Fax 0351 801 10 45
www.ib-lobers.de

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Apr/10

21

Gute Aussichten.

Die ehemalige EWS steht nicht nur für sich mit einer imposanten Geschichte und bedeutenden Architektur, sondern auch inmitten einer wunderschönen, malerischen Landschaft. Auf Erkundungstour entlang der Sächsischen Weinstraße haben wir einige Impressionen der Region festgehalten.

Das kleinste sächsische Gebirge, das Spaargebirge, überzeugt, denn vom Aussichtspunkt Deutsche Bosel hat man einen herrlichen, weitläufigen Blick über den Elbtalkessel.

Direkt unterhalb der markanten Boselspitze schließen sich die Rebhänge und der Meißner Kapitelberg an, eine der besten Weinlagen Sachsens. Die Sächsische Weinstraße, Sörnewitz und das Spaargebirge sind wahrhaftig einen Ausflug wert.

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Apr/10

20

Ingenieurgruppe Bau GmbH & Co. KG

Mit den Bereichen Tragwerksplanung + Brandschutz- konzept wurde die Dresdner Ingenieurgruppe Bau GmbH & Co. KG beauftragt.

Wir freuen uns sehr, mit Herrn Dipl. Ing. Hartmut Klimm einen ausgewiesenen Fachmann mit jahrzehntelanger Berufserfahrung für unser Projekt gewonnen zu haben.

Ingenieurgruppe Bau GmbH & Co. KG
Bayreuther Str. 29, 01187 Dresden
Tel.  0351 47 96 50-0
Fax  0351 47 96 50-50

www.ingenieurgruppe-bau.de

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Un progetto SUPERIORE

Jahrelang stand er leer – ein denkmalgeschützter Bau, ein altes Werksgebäude. Klassische Industriearchitektur, streng gegliedert, durchdacht, imposant – ein Blickfang noch als Ruine.

Eine Immobilie ist nun einmal, was ihr Name sagt: unverrückbar, und dieser Bau steht in Coswig. Ich freue mich, dass die Unternehmer von SUPERIORE.DE diesen Bau liebgewonnen haben, dass sie ihn behutsam renovieren und zum Sitz eines ganz modernen Unternehmens entwickeln wollen.

Ich freue mich über jede Ansiedlung in unserer Stadt, über Arbeitsplätze und über den frischen Wind, den die Wirtschaft der Stadt dadurch erfährt.

Und als Hobbywinzer freue ich mich natürlich auch ganz persönlich, dass im Mittelpunkt der Unternehmenstätigkeit ausgerechnet der Wein stehen wird, und ich bin neugierig auf die edlen Tropfen, die von Coswig aus nach allen Richtungen versandt werden sollen.

Coswig freut sich auf SUPERIORE.DE. Und ich wünsche der Firma einen guten Bauablauf, viel Erfolg und das nötige Quentchen Glück.

Freundliche Grüße aus dem Coswiger Rathaus
Ihr

Frank Neupold
Oberbürgermeister

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Artikel Weinhändler saniert altes EWS Gebäude l DNN 09.04.2010

Coswig. 4500,60 Euro bekommt die große Kreisstadt aus dem Verkauf von etwa 780 Quadratmetern Fläche auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Elektrowärme Sörnewitz (EWS).
Was sich nach einer Randnotiz anhört, ist tatsächlich eine wichtige Nachricht. Das hängt vor allem mit dem Käufer zusammen, der „Superiore.de GmbH“.

Der Internet-Weinhändler aus Dresden will seinen Betrieb nach Coswig verlegen, hat dafür schon vergangenes Jahr ein etwa 7000 Quadratmeter großes Grundstück auf dem EWS-Betriebsgelände samt dem ehemaligen Hauptgebäude gekauft. „Das ist für uns ein großer Coup“, sagt Stadtsprecherin Ulrike Tranberg.

Hintergrund ist, dass die Stadt das EWS-Gelände nur in ein Gewerbegebiet verwandeln kann, so Wirtschaftsförderer Toralf Schmollny, weil sie in Superiore.de einen Käufer für das denkmalgeschützte Gebäude (Baujahr 1905) fand. Die Kosten für die Sanierung hätten nicht aus der Stadtkasse bezahlt werden können. Jetzt hat der Weinhändler hinter dem Industriedenkmal eine kleine Fläche zugekauft, damit er dort genügend Platz für den Lieferverkehr hat. Das beweist: Er meint es ernst mit seinen Plänen.

Nun soll es zügig weitergehen. Man wolle im Mai mit der Entrümpelung und Entkernung des Hauses beginnen, heißt es von Mirjam Schwarzkopf, die gemeinsam mit Lutz Heimrich die Geschäfte des Internetweinhandels führt. Der Bauantrag ist gestellt und die Resultate des Statikgutachtens werden in den nächsten Tagen erwartet. Superiore-Chef Heimrich ist von der Entscheidung, nach Coswig zu ziehen, voll überzeugt. „Wir haben anderthalb Jahre nach einer Immobilie gesucht, die zu uns passt und auch von den klimatischen Bedingungen her geeignet ist.“ Das Gebäude sei zwar sehr heruntergekommen, aber die Bausubstanz sehr gut.

So gut, dass Heimrich mit Hilfe des im Denkmalschutz erprobten Radebeuler Architekten Gunter Ader das frühere Hauptgebäude der EWS in „einen Leuchtturm an der Köhlerstraße“ verwandeln will.

Dabei soll die typische rote Klinkerfassade weitgehend erhalten bleiben, nur die seitlichen Anbauten werden hell verputzt. Die marode Westseite des künftigen Weinlagers wird stufenförmig gestaltet, so dass Dachterrassen entstehen. Auf der Rückseite des Gebäudes ist ein gläserner Anbau für Treppenhaus und einen Industrieaufzug geplant. Die modernen Materialien sollen dort bewusst einen Kontrast zum Bestand setzen.
2,8 Millionen Euro, inklusive Fördermittel, investiert Superiore.de in das Gebäude. Im Sommer 2011 soll es bezugsfertig sein, kündigt Heimrich an. Die Aktivitäten auf der Baustelle dokumentiert der Geschäftsführer bereits in einem Bautagebuch, das jeder im Internet einsehen kann.

Der Versandhandel Superiore.de erweitert mit dieser Investition nicht nur seine Lagerflächen auf 4500 Quadratmeter. „Wir wollen uns in den nächsten Jahren von aktuell sechs Mitarbeitern auf über zehn vergrößern“, sagt Heimrich. Am alten Standort in Dresden-Coschütz sei diese Erweiterung nicht möglich gewesen. „Dort sind wir nur Mieter.“

Um den gesamten Artikel im Original zu sehen, klicken Sie bitte hier.
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten, 09.04.2010

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Mrz/10

29

Neue Ideen brauchen Raum.

In den letzten Jahren hat die Natur rund um die ehemalige EWS freien Lauf gehabt. Gut für uns, denn so kann der gewachsene Baumbestand direkt in die Außengestaltung mit einbezogen werden. Ein paar Bestandskorrekturen waren dennoch nötig, um Platz für die künftige Nutzung zu schaffen.

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