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Die Gesichter der Baustelle | Teil 14
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Es geht voran: Die Außenanlagen Nordseite sind zu 80 Prozent fertiggestellt. Die Firma STRABAG legt derzeit, nach Asphaltierung der Verkehrswege, die Fußwege an der Gebäudeaußenwand Nord und die Lichtschächte an. So entstehen auch nach und nach auch die Außenbeleuchtung und die zukünftigen Grünflächen. Am 17.10. wird mit der Montage der Zaunanlage und dem Bau der Fußwege begonnen. Der Außenputz Nordseite ist fertiggestellt und die Anstreicher bringen die Farbe auf. Die Fensterbleche werden angebracht.
Die Büroflächen sind, bis auf noch fehlende Türen und Inneneinrichtung, fertig. Die Parkettleger bringen noch das letzte Finish auf. Die große Haupttreppe im Foyer ist im Rohbau fertiggestellt und das Geländer wird angeschweißt. Die Innenbeleuchtung ist in den fertiggestellten Bereichen montiert und betriebsbereit. Derzeit wird am Personenaufzug gearbeitet.
Im Treppenturm Nord sind die Fliesen gelegt und die Fensterbänder eingebaut. Derzeit werden dort weitere Dachdeckerarbeiten vorgenommen und das Treppengeländer montiert.
Die Fußbodenbeschichtungen in den Lager- und Kommissionier-Bereichen sind durchgeführt. Die Sanitär- und Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeiter sind zum Großteil fertiggestellt, derzeit laufen hier die Bodenlegearbeiten.
Die Heizanlage ist in Betrieb, das Blockheizkraftwerk wird noch endmontiert. Die Heizkörper sind im gesamten Objekt bereits angeschlossen. Nun folgt die Feinmontage in den Sanitärbereichen. Die gesamte Elektroverteilung ist fertiggestellt, jetzt werden Brandmeldeanlage und Einbruchmelde-anlage installiert und die Restarbeiten für den Einbau der Klimatechnik vorgenommen.
Der Lastenaufzug ist bereits durch den TÜV abgenommen. Verladestation und Schnelllauf-Tore der Firma Hörmann sind eingebaut. Ebenso die meisten Brandschutztüren und Stahltüren an den Lagerbereichen. Die Haupteingangstür Foyer und einige Nebeneingangstüren sind teilweise, soweit bisher möglich, eingebaut.
Anstreicher · Außenanlagen · Außenbeleuchtung · Außenputz · Blockheizkraftwerk · Bodenlegearbeiten · Brandschutztüren · Elektroverteilung · Heizanlage · Innenbeleuchtung · Inneneinrichtung · Lastenaufzug · Parkettleger · Sanitärbereichen · STRABAG · Treppengeländer · Zaunanlage
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Superiore.de expandiert in Coswig | ihk.wirtschaft 7-8/2011
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RICHTFEST Superiore.de expandiert in Coswig
Der Internet-Weinversand Superiore.de feierte Richtfest. Ende August will das Unternehmen mit 160.000 Flaschen italienischer Spitzenweine von Dresden nach Coswig umziehen.
Das neue Domizil – der 100 Meter lange, dreistöckige Backsteinbau der ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz – soll bis dahin denkmalgerecht saniert und den Bedürfnissen des Weinhändlers angepasst sein. Für die richtige Lagerung der Weine im Industriebau sorgt zukünftig ein kostensparendes Energiekonzept. In zwei Lagerräumen auf zwei Etagen wurden dafür alle Fenster zugemauert und die Außenwände verdoppelt. Die Luftkammern zwischen der äußeren Ziegelwand und der inneren, extra wärmegedämmten Kalksandsteinwand, werden dabei nachts belüftet. Auf dem Dach entsteht eine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch. Im Winter sorgt eine Gasheizung für Wärme.
Ein Blockheizkraftwerk ergänzt den Wärmebedarf und produziert Strom. Mit dem Energiekonzept werden rund zwei Drittel an Energieaufwendungen gespart. Die Sanierung des 1905 errichteten Ziegelbaus kostet rund 3,4 Mio. Euro; knapp die Hälfte wird von Brüssel gefördert. Das gesamte Gebäude hat 4.500 qm Nutzfläche und bietet damit noch Platz für ein weiteres Firmenwachstum. Neben dem Weinlager entstehen Büros, die Verpackstation und eine Wohnung. Insgesamt 1.500 Weine und 150 Brände hat Superiore im Angebot. Mit fast 40.000 Kunden erzielte das Unternehmen 2010 einen Umsatz von rund 3,5 Millionen Euro. (San./M.M.)
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Quelle: ihk.wirtschaft, Zeitschrift der Industrie- und Handelskammer, 07-08/2011
Backsteinbau · Blockheizkraftwerk · Coswig · ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz · Energiekonzept · ihk. wirtschaft · Industriebau · Internet-Weinversand · italienische Spitzenweine · Lutz Heimrich · Photovoltaikanlage · Richtfest · superiore.de · superiore.de GmbH · Zeitschrift der Industrie- und Handelskammer
Bereits Ende August will der Internet-Weinversand von Dresden nach Coswig ziehen – mit 160.000 Flaschen und einem ausgetüftelten Energiekonzept.
Grund zum Anstoßen hatte am 24. Juni der “Noch-Dresdner” Internet-Weinversand SUPERIORE.DE. Die Geschäftsführer Lutz Heimrich und Mirjam Schwarzkopf feierten mit Bauschaffenden, Partnern, Nachbarn und Freunden Richtfest an ihrem künftigen Domizil – dem 100 Meter langen, alten Hauptgebäude der ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz (EWS) in Coswig. Weil ihr bisheriger Firmensitz am Felsenkeller am Rande Dresdens zu klein geworden ist, kauften sie nach fast 20 Jahren Leerstand den markanten, dreistöckigen Backsteinbau an der Köhlerstraße zwischen Radebeul und Meißen.
Nach dem Tag des Feierns ging’s jedoch auf der riesigen Baustelle sofort weiter. Die Zeit drängt.
Schon im August will SUPERIORE.DE mit 160.000 Flaschen italienischer Spitzenweine umziehen.
Mitte 2010 ließ die GmbH das Gebäude entkernen, Elektroleitungen und Heizungsrohre entfernen,
Wände und Fenster beseitigen. Seither kümmern sich 120 Arbeiter um den Wiederaufbau. 480 Tonnen Bauschutt wurden beseitigt, 15 Kilometer Elektroleitungen verlegt.
Nun ist der Rohbau abgeschlossen, das Dach gedeckt. Bereits über 5.000 schadhafte Ziegel des roten Baus wurden ausgetauscht, weitere 2.000 werden es noch. Auch viele der insgesamt stolzen 270 Fenster sind schon erneuert, ebenso die Dachterrassen im Westteil betoniert. Die ersten Treppen wurden bereits eingebaut. Doch jede Menge fehlt auch noch, so etwa der Vier-Tonnen-Lastenaufzug, der künftig im Anbau an der Nordseite die Weine aus dem Lkw ins Lager befördert.
Coswigs Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) sprach während des Richtfestes von einer “historischen Baustelle” und von einer “kreativen, ehrwürdigen Sanierung eines Industriedenkmals”. Besonders hervorzuheben ist dabei ein fein ausgetüfteltes, kostensparendes energetisches Konzept. Schon im jetzigen Baustand lassen sich konkrete Anzeichen dafür erkennen: So sind in den zwei Lagerräumen auf zwei Etagen (1800 Quadratmeter, bisher: 1200) alle Fenster bereits zugemauert, die Außenwände verdoppelt. Die Luftkammern zwischen der äußeren Ziegelwand und der inneren, extra wärmegedämmten Kalksandsteinwand, werden dabei zudem nachts von Nord nach Süd belüftet. Italienische Spitzenweine lagert man am besten bei gleichmäßigen 16 Grad Celsius und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Da die dicken Mauern durch wärmeabstrahlende Lampen im Inneren nicht ganz zur optimalen Kühlung der Weine ausreichen, braucht es laut Ingenieur Falk Lobers zudem eine Klimaanlage. Aber nur eine kleine. Um die deshalb entstehenden Stromkosten so gering wie möglich zu halten, wird gerade auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit 74 Kilowatt-Peak für den Eigenverbrauch montiert. Im Winter sorgt nicht nur eine Gasheizung für Wärme, sondern auch ein Blockheizkraftwerk. Dies produziert nicht nur Wärme (30 KW Leistung), auch Strom (20 KW). “Durch diese ganzen Maßnahmen sparen wir zwei Drittel an Energieaufwendungen. Und das letzte Drittel produzieren wir selbst”, sagt Lutz Heimrich.
Die denkmalgerechte Sanierung des im Jahr 1905 errichteten Ziegelbaus kostet rund 3,4 Millionen Euro, knapp die Hälfte wird von Brüssel gefördert. Die Mitarbeiterzahl hat SUPERIORE.DE bereits von sechs auf neun erhöht, Tendenz steigend. Das gesamte Gebäude hat 4.500 Quadratmeter Nutzfläche und bietet damit auch noch Platz für ein weiteres Firmenwachstum. Neben dem Weinlager entstehen Büros, die Verpackstation und sogar eine Wohnung – Denn die beiden Geschäftsführer ziehen im Westflügel selbst mit ein.
Insgesamt 1.500 Weine und 150 Brände hat Superiore im Angebot. Fast 40.000 Kunden zählt Heimrich, sie brachten ihm 2010 rund 3,5 Millionen Euro Umsatz.
- Lutz Heimrich und Herr Strauss (ERGO)
- Ludwig Martin Rade und Lutz Heimrich
- Lutz Heimrich, Geschäftsführer SUPERIORE.DE GmbH
- DJ Bongo, Richtfest SUPERIORE.DE
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Oberbürgermeister Frank Neupold, Stadt Coswig
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Jan Keller (Firma Blitzer)
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Lutz Heimrich, Geschäftsführer SUPERIORE.DE
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Sparkasse Meißen, Rainer Schikatzki
- Rainer Schikatzki und Lutz Heimrich im Gespräch
- Mirjam Schwarzkopf und Lutz Heimrich beim traditionellen Nagelschlagen
- Mirjam Schwarzkopf und Lutz Heimrich, Geschäftsführer SUPERIORE.DE GMBH
- Herr Stein (SK Meißen), Herr Schikatzki (SK Meißen) und Hauptkommissar Wolf (Polizei Coswig)
- Richtfest SUPERIORE.DE, Impressionen
- Lutz Heimrich und Jan Keller (Firma Blitzer)
Bildquelle: Daniel Scholz, freischaffender Fotograf, fotura.com
Blockheizkraftwerk · Dachterrassen · Denkmalgerechte Sanierung · Ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz (EWS) · Energetisches Konzept · Ingenieur Falk Lobers · Internet-Weinversand · Internetversandhandel · Lutz Heimrich · Mirjam Schwarzkopf · Oberbürgermeister Frank Neupold · Photovoltaikanlage · Richtfest · Sörnewitz · Stadt Coswig · superiore.de
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160 000 Weinflaschen ziehen in ein neues Haus | Sächsische Zeitung 25./26.Juni 2011
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160 000 WEINFLASCHEN ZIEHEN IN EIN NEUES HAUS
Schon im August will der Internet-Weinversand Superiore ins alte EWS-Gebäude ziehen. Ist der Zeitplan zu schaffen?
Wer zurzeit durch das 100 Meter lange, alte Hauptgebäude der ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz (EWS) in Coswig geht, sieht noch eine riesige Baustelle. Kaum vorstellbar, dass hier schon im August der Noch-Dresdner Internet- Weinversand Superiore mit 160 000 Flaschen italienischer Spitzenweine einziehen will. Am gestrigen Freitag wurde jedoch schonmal Richtfest gefeiert.
Der Rohbau ist abgeschlossen, das Dach gedeckt. Bereits 5 000 schadhafte Ziegel des roten Backsteinbaus an der Köhlerstraße wurden ausgetauscht, weitere 2 000 werden es noch. Auch viele der insgesamt stolzen 300 Fenster sind schon erneuert, ebenso die Dachterrassen im Westteil betoniert. Auch die ersten Treppen wurden bereits eingebaut. Doch jede Menge fehlt auch noch, so etwa der Vier- Tonnen Lastenaufzug, der künftig an der Nordseite die Weine aus dem Lkw ins Lager befördert.
Ausgetüfteltes Energiekonzept
Coswigs OB Frank Neupold (parteilos) sprach von einer „historischen Baustelle“ und von einer „kreativen, ehrwürdigen Sanierung eines Industriedenkmals“. Sparkassen- Vorstandsmitglied Rainer Schikatzki fragte, ob es funktioniere, italienische Weine inmitten des sächsischen Weinanbaugebietes zu vertreiben? „Ja, Weinkenner probieren immer was Neues aus“, gab er gleich selbst die Antwort. Die denkmalgerechte Sanierung des im Jahr 1905 errichteten Gebäudes kostet rund 3,4 Millionen Euro, knapp die Hälfte wird von Brüssel gefördert. Die Mitarbeiterzahl hat Superiore- Geschäftsführer Lutz Heimrich bereits von sechs auf zehn erhöht, Tendenz steigend.
Weil Heimrichs bisheriger Firmensitz am Felsenkeller am Rande Dresdens zu klein geworden ist, kaufte er nach fast 20 Jahren Leerstand den dreistöckigen Backsteinbau in Neusörnewitz. Mitte 2010 ließ er ihn entkernen, Elektroleitungen und Heizungsrohre entfernen, Wände und Fenster beseitigen. Seither kümmern sich 120 Arbeiter um den Wiederaufbau. Nur zwei Zahlen: 480 Tonnen Bauschutt wurden beseitigt, 15 Kilometer Elektroleitungen verlegt. Probleme und Bauverzug bereitete vor allem der steigende Grundwasserspiegel.
Wer einen Baustellenrundgang macht, stößt jetzt bereits immer wieder auf Anzeichen eines fein ausgetüftelten, kostensparenden energetischen Konzeptes. So sind in den zwei Lagerräumen auf zwei Etagen alle Fenster bereits zugemauert, die Außenwände verdoppelt. Die Luftkammern zwischen der äußeren Ziegelwand und der inneren, extra wärmegedämmten Kalksandsteinwand werden dabei zudem nächtlich von Nord nach Süd belüftet. Italienische Spitzenweine lagert man eben am besten bei gleichmäßigen 16 Grad Celsius und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Da die Mauern zum Beispiel durch wärmeabstrahlende Lampen im Inneren nicht ganz zur optimalen Kühlung der Weine ausreichen, braucht es laut Ingenieur Falk Lobers zudem eine Klimaanlage. Aber nur eine kleine. Um die deshalb entstehenden Stromkosten so gering wie möglich zu halten, wird ab Montag auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit 74 Kilowatt-Peak für den Eigenverbrauch montiert. Mehr noch: Im Winter sorgt nicht nur eine Gasheizung für Wärme, sondern auch ein Blockheizkraftwerk. Dies produziert sogar nicht nur Wärme (30 KW Leistung), auch Strom (20 KW). „Durch diese ganzen Maßnahmen sparen wir zwei Drittel an Energieaufwendungen. Und das eine Drittel produzieren wir selbst“, sagt Heimrich.
Das gesamte Gebäude hat 4 500 Quadratmeter Nutzfläche – neben dem Weinlager für Büros, die Verpackstation und sogar für Wohnungen. Denn der Chef zieht persönlich mit ein.
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Quelle: Sächsische Zeitung, Meißen, 25./26. Juni 2011, Marco Mach/ Fotos: Kube
Blockheizkraftwerk · Internet-Weinversand Superiore · italienische Spitzenweine · kostensparendes energetisches Konzept · Lutz Heimrich · Mirjam Schwarzkopf · Oberbürgermeister Frank Neupold · Photovoltaikanlage · Rainer Schikatzki · Richtfest · Sächsische Zeitung · Sörnewitz · Sparkasse Meißen
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160 000 Flaschen in einer Woche | DNN 25./26.06.2011
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160 000 FLASCHEN IN EINER WOCHE
Internetweinhandel „Superiore.de“ zieht Ende August in ehemaliges EWS-Hauptgebäude
Coswig. Es wird eine harte Woche für Lutz Heimrich und seine Mitarbeiter von „Superiore.de“. 160 000 Weinflaschen müssen sie im Dresdner Eiswurmlager auf Lkw laden und dann im Coswiger EWS Gelände wieder abladen. Hier steht die zukünftige Zentrale des Unternehmens, das im Internet italienische Weine vertreibt. Einzeln müssen die Flaschen dann auf die Regale im Lagerraum verteilt werden und zwar so, dass sie die Versandmitarbeiter hinterher leicht wieder auffinden. Wahrlich kein leichter Umzug.
Allerdings soll es erst Ende August so weit sein. Im Moment beschäftigt Heimrich etwa 120 Bauleute mit der Sanierung des 1905 erbauten Industriegebäudes, das früher einmal zur Elektrowärme Sörnewitz (EWS) gehörte. Drei Millionen gibt das Unternehmen dafür aus, von denen knapp die Hälfte gefördert werden. „Für 1,5 Millionen Euro hätte ich mir auch ein neues Gebäude auf der grünen Wiese bauen können“, sagt Heimrich. Stattdessen wollte er unbedingt ein Bestandsgebäude mit Geschichte. Zwei Jahre haben er und seine Geschäftspartnerin Mirjam Schwarzkopf deutschlandweit nach einem geeigneten Gebäude gesucht. Am Ende hat sie der Radebeuler Architekt Gunter Ader auf das 15 Jahre brach liegende ehemalige EWS-Hauptgebäude aufmerksam gemacht, das als einziges auf dem Gelände unter Denkmalschutz steht. Heimrich entschied sich für Coswig als neuen Unternehmenssitz. Hier hat er auf den 4500 Quadratmetern nicht nur die Möglichkeit, sein Weinlager fast um die Hälfte zu vergrößern. Wie ein Unternehmer alten Stils wird er ein Appartement in der oberen Etage bewohnen. „Mit Blick auf die Elbe und das Spargebirge“, schwärmt er.
Für Coswig war es der Startschuss, das 17 Hektar große Brachgelände bis 2013 zu einem Gewerbegebiet umzubauen, weil die Stadt die Gebäudesanierung unmöglich selbst stemmen kann. 8,2 Millionen Euro kostet schon allein die Erschließung des Gewerbegebietes, von denen der Freistaat 7,4 Millionen Euro übernimmt. So viel wie noch nie in Coswig, wie Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) immer wieder betont. Er hat nur lobende Worte für das „Superiore.de“-Projekt, zumal es immerhin zehn neue Arbeitsplätze bringt. „Nach der kreativen und feinfühligen Sanierung – oder besser: Neugestaltung – wird hier ein ganz anderer Geist einziehen“, sagt er mit verschmitzter Zweideutigkeit.
Eineinhalb Jahre baut „Superiore.de“ nun schon, hat in dieser Zeit 7500 marode Ziegel ausgetauscht, 480 Tonnen Bauschott abfahren lassen und 2,2 Tonnen alte Elektroleitungen. Schwierigkeiten hat vor allem das steigende Grundwasser gemacht. „Seit November haben wir Wasser im Keller, das hat uns einen Monat Bauverzug beschert“, sagt Heimrich. Auch heute noch laufen die Pumpen. Ebenso fehlt noch die Erschließungsstraße zum Gebäude, die die Stadt bauen muss. Zunächst muss eine Notzufahrt genügen.
Um den straff kalkulierten Umzugstermin zu halten, sind derzeit alle Gewerke im Innenausbau beschäftigt. Hier haben die künftigen Lagerräume schon Form angenommen. Dort sind die Ziegelwände mit einer dicken Kalksteinmauer verstärkt. „Das ist Teil des bauphysikalischen Klima-Konzepts“, erläutert Heimrich. Die zwei Wände mit dem dazwischen liegenden Luftpolster sorgen dafür, dass die Temperatur im Lagerraum nur etwa zwei Grad um 16 Grad Celsius schwankt. „Den Rest besorgt dann Klimatechnik“, sagt Heimrich. 70 Prozent der benötigten Energie will er künftig selber erwirtschaften, wofür ein Blockheizkraftwerk und Solarzellen auf dem Dach sorgen werden.
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Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten, 25./26.06.2011, Uwe Hoffmann
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