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Okt/11

17

Die Gesichter der Baustelle | Teil 14

Es geht voran: Die Außenanlagen Nordseite sind zu 80 Prozent fertiggestellt. Die Firma STRABAG legt derzeit, nach Asphaltierung der Verkehrswege, die Fußwege an der Gebäudeaußenwand Nord und die Lichtschächte an. So entstehen auch nach und nach auch die Außenbeleuchtung und die zukünftigen Grünflächen. Am 17.10. wird mit der Montage der Zaunanlage und dem Bau der Fußwege begonnen. Der Außenputz Nordseite ist fertiggestellt und die Anstreicher bringen die Farbe auf. Die Fensterbleche werden angebracht.

Die Büroflächen sind, bis auf noch fehlende Türen und Inneneinrichtung, fertig. Die Parkettleger bringen noch das letzte Finish auf. Die große Haupttreppe im Foyer ist im Rohbau fertiggestellt und das Geländer wird angeschweißt. Die Innenbeleuchtung ist in den fertiggestellten Bereichen montiert und betriebsbereit. Derzeit wird am Personenaufzug gearbeitet.

Im Treppenturm Nord sind die Fliesen gelegt und die Fensterbänder eingebaut. Derzeit werden dort weitere Dachdeckerarbeiten vorgenommen und das Treppengeländer montiert.

Die Fußbodenbeschichtungen in den Lager- und Kommissionier-Bereichen sind durchgeführt. Die Sanitär- und Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeiter sind zum Großteil fertiggestellt, derzeit laufen hier die Bodenlegearbeiten.

Die Heizanlage ist in Betrieb, das Blockheizkraftwerk wird noch endmontiert. Die Heizkörper sind im gesamten Objekt bereits angeschlossen. Nun folgt die Feinmontage in den Sanitärbereichen. Die gesamte Elektroverteilung ist fertiggestellt, jetzt werden Brandmeldeanlage und Einbruchmelde-anlage installiert und die Restarbeiten für den Einbau der Klimatechnik vorgenommen.

Der Lastenaufzug ist bereits durch den TÜV abgenommen. Verladestation und Schnelllauf-Tore der Firma Hörmann sind eingebaut. Ebenso die meisten Brandschutztüren und Stahltüren an den Lagerbereichen. Die Haupteingangstür Foyer und einige Nebeneingangstüren sind teilweise, soweit bisher möglich, eingebaut.

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Jul/11

5

Pressemitteilung | Richtfest 24.06.2011

SUPERIORE FEIERT RICHTFEST

Bereits Ende August will der Internet-Weinversand von Dresden nach Coswig ziehen – mit 160.000 Flaschen und einem ausgetüftelten Energiekonzept.

Grund zum Anstoßen hatte am 24. Juni der “Noch-Dresdner” Internet-Weinversand SUPERIORE.DE. Die Geschäftsführer Lutz Heimrich und Mirjam Schwarzkopf feierten mit Bauschaffenden, Partnern, Nachbarn und Freunden Richtfest an ihrem künftigen Domizil – dem 100 Meter langen, alten Hauptgebäude  der ehemaligen Elektrowärme Sörnewitz (EWS) in Coswig. Weil ihr bisheriger Firmensitz am Felsenkeller am Rande Dresdens zu klein geworden ist, kauften sie nach fast 20 Jahren Leerstand den markanten, dreistöckigen Backsteinbau an der Köhlerstraße zwischen Radebeul und Meißen.

Nach dem Tag des Feierns ging’s jedoch auf der riesigen Baustelle sofort weiter. Die Zeit drängt.
Schon im August will SUPERIORE.DE mit 160.000 Flaschen italienischer Spitzenweine umziehen.
Mitte 2010 ließ die GmbH das Gebäude entkernen, Elektroleitungen und Heizungsrohre entfernen,
Wände und Fenster beseitigen. Seither kümmern sich 120 Arbeiter um den Wiederaufbau. 480 Tonnen Bauschutt wurden beseitigt, 15 Kilometer Elektroleitungen verlegt.

Nun ist der Rohbau abgeschlossen, das Dach gedeckt. Bereits über 5.000 schadhafte Ziegel des roten Baus wurden ausgetauscht, weitere 2.000 werden es noch. Auch viele der insgesamt stolzen 270 Fenster sind schon erneuert, ebenso die Dachterrassen im Westteil betoniert. Die ersten Treppen wurden bereits eingebaut. Doch jede Menge fehlt auch noch, so etwa der Vier-Tonnen-Lastenaufzug, der künftig im Anbau an der Nordseite die Weine aus dem Lkw ins Lager befördert.

Coswigs Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) sprach während des Richtfestes von einer “historischen Baustelle” und von einer “kreativen, ehrwürdigen Sanierung eines Industriedenkmals”. Besonders hervorzuheben ist dabei ein fein ausgetüfteltes, kostensparendes energetisches Konzept. Schon im jetzigen Baustand lassen sich konkrete Anzeichen dafür erkennen: So sind in den zwei Lagerräumen auf zwei Etagen (1800 Quadratmeter, bisher: 1200) alle Fenster bereits zugemauert, die Außenwände verdoppelt. Die Luftkammern zwischen der äußeren Ziegelwand und der inneren, extra wärmegedämmten Kalksandsteinwand, werden dabei zudem nachts von Nord nach Süd belüftet. Italienische Spitzenweine lagert man am besten bei gleichmäßigen 16 Grad Celsius und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Da die dicken Mauern durch wärmeabstrahlende Lampen im Inneren nicht ganz zur optimalen Kühlung der Weine ausreichen, braucht es laut Ingenieur Falk Lobers zudem eine Klimaanlage. Aber nur eine kleine. Um die deshalb entstehenden Stromkosten so gering wie möglich zu halten, wird gerade auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit 74 Kilowatt-Peak für den Eigenverbrauch montiert. Im Winter sorgt nicht nur eine Gasheizung für Wärme, sondern auch ein Blockheizkraftwerk. Dies produziert nicht nur Wärme (30 KW Leistung), auch Strom (20 KW). “Durch diese ganzen Maßnahmen sparen wir zwei Drittel an Energieaufwendungen. Und das letzte Drittel produzieren wir selbst”, sagt Lutz Heimrich.

Die denkmalgerechte Sanierung des im Jahr 1905 errichteten Ziegelbaus kostet rund 3,4 Millionen Euro, knapp die Hälfte wird von Brüssel gefördert. Die Mitarbeiterzahl hat SUPERIORE.DE bereits von sechs auf neun erhöht, Tendenz steigend. Das gesamte Gebäude hat 4.500 Quadratmeter Nutzfläche und bietet damit auch noch Platz für ein weiteres Firmenwachstum. Neben dem Weinlager entstehen Büros, die Verpackstation und sogar eine Wohnung – Denn die beiden Geschäftsführer ziehen im Westflügel selbst mit ein.

Insgesamt 1.500 Weine und 150 Brände hat Superiore im Angebot. Fast 40.000 Kunden zählt Heimrich, sie brachten ihm 2010 rund 3,5 Millionen Euro Umsatz.

www.superiore.de und www.bautagebuch.superiore.de

Bildquelle: Daniel Scholz, freischaffender Fotograf, fotura.com

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