Archive for Oktober 2011

Okt/11

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Die Gesichter der Baustelle | Teil 14

Es geht voran: Die Außenanlagen Nordseite sind zu 80 Prozent fertiggestellt. Die Firma STRABAG legt derzeit, nach Asphaltierung der Verkehrswege, die Fußwege an der Gebäudeaußenwand Nord und die Lichtschächte an. So entstehen auch nach und nach auch die Außenbeleuchtung und die zukünftigen Grünflächen. Am 17.10. wird mit der Montage der Zaunanlage und dem Bau der Fußwege begonnen. Der Außenputz Nordseite ist fertiggestellt und die Anstreicher bringen die Farbe auf. Die Fensterbleche werden angebracht.

Die Büroflächen sind, bis auf noch fehlende Türen und Inneneinrichtung, fertig. Die Parkettleger bringen noch das letzte Finish auf. Die große Haupttreppe im Foyer ist im Rohbau fertiggestellt und das Geländer wird angeschweißt. Die Innenbeleuchtung ist in den fertiggestellten Bereichen montiert und betriebsbereit. Derzeit wird am Personenaufzug gearbeitet.

Im Treppenturm Nord sind die Fliesen gelegt und die Fensterbänder eingebaut. Derzeit werden dort weitere Dachdeckerarbeiten vorgenommen und das Treppengeländer montiert.

Die Fußbodenbeschichtungen in den Lager- und Kommissionier-Bereichen sind durchgeführt. Die Sanitär- und Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeiter sind zum Großteil fertiggestellt, derzeit laufen hier die Bodenlegearbeiten.

Die Heizanlage ist in Betrieb, das Blockheizkraftwerk wird noch endmontiert. Die Heizkörper sind im gesamten Objekt bereits angeschlossen. Nun folgt die Feinmontage in den Sanitärbereichen. Die gesamte Elektroverteilung ist fertiggestellt, jetzt werden Brandmeldeanlage und Einbruchmelde-anlage installiert und die Restarbeiten für den Einbau der Klimatechnik vorgenommen.

Der Lastenaufzug ist bereits durch den TÜV abgenommen. Verladestation und Schnelllauf-Tore der Firma Hörmann sind eingebaut. Ebenso die meisten Brandschutztüren und Stahltüren an den Lagerbereichen. Die Haupteingangstür Foyer und einige Nebeneingangstüren sind teilweise, soweit bisher möglich, eingebaut.

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Wir als ”versierte” Weintrinker sind natürlich stolz, bei solch einem Großprojekt in Sachen Wein und italienische Feinschmeckereien mit dabei sein zu dürfen. Die Arbeiten gingen zügig voran, erforderten jedoch ein hohes Maß an Koordination. Durch den engen Terminplan es nötig, die Baustelle mit mehreren anderen Gewerken zu teilen. Maler, Fliesenleger, Elektriker und wir als Parkettleger arbeiteten auf engem Raum zusammen. Dies wurde gut gemeistert, nur der Maler hatte nichts zu lachen, er wurde von uns regelrecht getrieben.

Auch die erhöhte Feuchtigkeit stellte ein großes Problem dar, welches die Verlegung des Parketts zeitlich verzögerte. Aus diesem Grunde konnten die geplanten Arbeiten erst später als geplant gestartet werden und wurden zum Teil auch in die Nacht verlegt, um andere Gewerke nicht zu behindern.

Wir wünschen der SUPERIORE.DE GMBH weiterhin viel Erfolg.

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EWS-GEBÄUDE VON EINST IST BALD WEINLAGER

 „Superiore.de“ zieht mit leichter Verspätung ein

Coswig. Kämmerer und Bürgermeister Thomas Schubert (parteilos) kann sich freuen: zum heutigen Sonnabend will „Superiore.de“-Chef Lutz Heimrich seinen Internetweinhandel in Coswig anmelden. „Mit 3,5 Millionen Euro Jahresumsatz ist er ein Schwergewicht“, sagt Stadtrat Jürgen Splettstößer (DSU).

Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis Heimrich sein Gewerbe auch faktisch komplett aus dem Dresdner Eiswurmlager in das ehemalige Eingangsgebäude der Elektrowärme Sörnewitz (EWS) im Coswiger Ortsteil Neusörnewitz verlagert hat. Die Sanierung des 1905 erbauten Industriedenkmals hat sich als schwieriger herausgestellt als erwartet. Der aus unterschiedlichen Problemen resultierende Bauverzug hat sich auf fünf bis sechs Monate summiert, wie Heimrich schätzt. So sorgt seit November das steigende Grundwasser für feuchte Keller, was sich nur durch den dauerhaften Einsatz von Pumpen lösen ließ. Außerdem sei der beauftragte Haustechniker mitten in den Arbeiten Pleite gegangen.

Darüber hinaus wollte Heimrich nach langen Querelen, wie er sagt, seiner Bauleitung kündigen. Das Büro kam ihm zuvor und kündigte seinerseits, was Heimrich weitere Verzögerungen einbrachte. Um acht Prozent übersteigen die Baukosten das ursprünglich kalkulierte Budget. Sie liegen nun bei drei Millionen Euro, von denen die Hälfte Fördermittel sind.

Trotz aller Schwierigkeiten sei man schon zu 70 Prozent umgezogen, sagt Heimrich. Am Ende sollen 160 000 Weinflaschen in dem Gebäude lagern, die neun Mitarbeiter über das Internet verkaufen.

Der Bau soll Mitte Oktober endgültig bezugsfertig werden. Dann rechnet Heimrich zumindest mit der Brandschutztechnischen Prüfung, die Voraussetzung für die Betriebsaufnahme ist. Derzeit wird noch am Anbau auf der Rückseite des Gebäudes gearbeitet, wo Lastenaufzug und Be- und Entladevorrichtungen entstehen. Ebenso ist die Westseite des Gebäuderiegels noch Baustelle. Hier lässt sich Heimrich eine Wohnung einrichten. Dafür hat er extra einen Teil der maroden Bausubstanz abtragen lassen und erhält so eine terrassierte Wohnfläche auf zwei Ebenen mit bestem Blick in Richtung Elbe und Spaargebirge. Spätestens Ende des Jahres will er mit seiner Lebensgefährtin eingezogen sein und dann wie ein Unternehmer alten Stils unter demselben Dach wie sein Gewerbe leben.

Für Coswig bedeutet der Einzug des Weinhändlers neben den zu erwartenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer vor allem so eine Art Befreiungsschlag im Gewerbegebiet EWS. Das lag zum großen Teil lange Jahre brach, wird derzeit für 8,2 Millionen Euro saniert, von denen der Freistaat 7,4 Millionen Euro zahlt. Da das Eingangsgebäude als einziges unter Denkmalschutz steht, schien es das gesamte Projekt zu gefährden: Für eine Sanierung war einfach kein Geld da. Entsprechend wurde Heimrich mit seinen Plänen wie ein Heilsbringer empfangen. Diese Rolle ist ihm auch zukünftig zugedacht: Mit seinem Internethandel ist im 17 Hektar großen Gebiet die erste Ansiedlung geschafft. „Und wenn der erste einmal da ist, kommen die anderen nach“, sagt Wirtschaftsförderin Annett Sachers.

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Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten, 1./2.10.2011, Uwe Hoffmann

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