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Aktuelles

Die Spannung steigt. Wer in diesen Tagen die Baustelle des ehem. Hauptgebäudes der EWS besucht, wird unweigerlich feststellen, dass sich nicht nur die Mannstärke der einzelnen Gewerke stark erhöht hat, sondern auch täglich Neues und vor allem von außen Sichtbares entsteht. Während in den Innenbereichen fleißig an der Grobinstallation für Lüftung, Heizung und Sanitär gearbeitet wird, nehmen auf der Nordseite die Verladestation mit künftigem Treppenturm und Lastenaufzug sichbar Formen an. Die ersten Treppen wurden bereits eingebaut und die Decke über EG ist bereits vollständig betoniert. Erst jetzt wird uns so richtig klar, welche Dimensionen der Neubau hat, die Pläne und zwischenzeitlich angefertigten 3D-Visualisierungen werden von der Realität in den Schatten gestellt. Doch im Norden passiert noch mehr: Nach sorgfältigem Abwägen der Vor- und Nachteile haben wir uns dazu entschlossen, den daneben liegenden Altanbau Nord abzureißen und original wieder errichten zu lassen. Sowohl die vergleichbar geringen Mehrkosten für Abriss und Neubau als auch statische Überlegungen haben uns diese Entscheidung letztendlich leicht gemacht.

Auf der Westseite wurden bereits alle neu zu erstellenden Etagen und die Terrassierung betoniert. Aufgrund der schlechten Bausubstanz war hier ab 1.OG leider der Totalabriss nötig. Erstmals erhält man nun einen beeindruckenden Einblick in die zukünftigen Büro- und Wohnungsetagen mit zugehörigen Terrassen, die durch die alten Fassadenteile eingefasst werden. So wird der Gesamteindruck des Gebäudes erhalten und gleichzeitig entsteht ein Wetter- und Sichtschutz.

Derzeit werden in den Lagerräumen und späteren Kommissionierbereichen die vorher sandgestrahlten Ziegelkappendecken gewaschen, bevor sie anschließend nachverfugt und versiegelt werden. Der Einbau der original nachempfundenen Holzfenster geht voran, beginnend im Dachgeschoss von Osten nach Westen. Parallel dazu werden die Fensterlaibungen und der Glattstrich eingebracht, bevor in den nächsten Wochen die Fensterinnen- und -außenbänke folgen werden. Mit den ersten Fenstern kehrt das “Gesicht” und Flair der Traditionsimmobilie zurück, welches in den vergangenen Monaten durch Entkernung und Skelettierung stark in den Hintergrund gerückt war. Mitverantwortlich dafür ist auch die Fassadensanierung, die die über 100 Jahre entstandenen Wunden im Klinkerwerk nach und nach schließt – es wurden bis heute über 4.000 Ziegel ausgetauscht und über 1.000 Metall- und Kleinteile entfernt, ein großes Lob für den Fleiß und die Gewissenhaftigkeit geht damit an die Firma Nüske aus Dresden. Im Nachgang an den Ziegelaustausch wird mit der Schlämmverfügung der Fassade begonnen, bevor dann abschließend hydrophobiert wird. Der Anthrazit-Farbton des Fugenmörtels korrespondiert ideal mit den dunkelgrauen Fenstern und wurde nach historischem Vorbild angemischt, nicht nur ein Zugeständnis an den Denkmalschutz, sondern eine für die Qualität des optischen Gesamtbildes konsequente Entscheidung.

In diesen Tagen werden letzte Abbrucharbeiten am Westgiebel des 3. Obergeschosses vorgenommen. Dieser wird anschließend neu betoniert und der Dachanschluss hergestellt. Dabei wird auch der alte Aufzugsturm saniert, bevor dann ein Wärmedämmverbundsystem angebracht wird.

Auch das Umfeld des Objektes ist in Bewegung. Der Abriss der alten Gebäude durch die Stadt Coswig geht rasant voran – täglich werden tonnenweise Bauschutt, Erdreich und Altmetall abtransportiert. Der Standort verändert täglich sein Gesicht und es wird spannend bleiben.

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Apr/11

12

Die Gesichter der Baustelle | Teil 11

Knapp fünf Monate vor der geplanten Fertigstellung hat sich die Mannstärke auf der Baustelle sprunghaft erhöht. Weithin sichtbar stellt sich derzeit die versierte Truppe der Firma Bautenschutz Nüske (Dresden) der großen Herausforderung der Fassadensanierung. Die Problematik der Reparatur einer 100 Jahre alten Fassade steckt im Detail: Welche Klinker werden ausgetauscht, welche im Mauerwerk belassen? Eine schwierige Frage, die bei falscher Beantwortung die Kosten sehr schnell ins Unermessliche steigern lässt. Allein für die Auswahl des Fugenmaterials mussten mehrere Probeflächen angelegt werden.

Desweiteren wurden in der Ziegelei Huber, Graupzig, die entsprechenden Ziegel bemustert. Sie müssen in puncto Brenngrad und Format in das historische Fassadenbild passen und den Anforderungen an den Denkmalschutz gerecht werden. Erst nachdem der Austausch der schadhaften Ziegel und das Verfugen abschnittsweise vollzogen sind, kann das Gerüst “fallen” und der Fenstereinbau durch die Crottendorfer Tischlerhandwerk GmbH erfolgen.

Für die noch anstehenden Roh- und Hochbauarbeiten (Los 2 und 3) wurde erneut das renommierte Unternehmen Rommel Bau Dresden GmbH gewonnen. Schwerpunkte ihrer aktuellen Leistungen sind auf der West-  und Nordseite zu erkennen: Gen Westen werden neue Betondecken eingezogen und schon heute kann man die spätere Terrassierung erkennen. Außerdem wurde die Gründung des Neubaus Nord für die Anlieferung  fertiggestellt. Hier entsteht in Kürze der Hochbau für den neuen Lastenaufzug, der Treppenhausturm und die großzügige Anlieferungszone.

Im Inneren des Gebäudes sind seit zwei Wochen Mitarbeiter der Großenhainer Ausbau GmbH (Großenhain)  damit beschäftigt, vereinzelte Stahlträger und -Säulen mit Trockenbau zu verkleiden. Dies geschieht nur an den Stellen, wo das Brandschutzkonzept es ausdrücklich fordert. Viele der weiteren Stützen im Lagerbereich werden sorgfältig gestrahlt, grundiert und mit entsprechendem Brandschutzanstrich versehen.  In den Lagerbereichen, wo bereits in Längsrichtung Mauerwerk vorgesetzt wurde, werden nun zusätzliche Trockenbauwände mit Wärmedämmung errichtet – eine weitere Maßnahme zur Stabilisierung des erforderlichen Klimas für eine langjährige und fachgerechte Weinlagerung. Nach diesen beiden vorrangigen Aufgaben stehen weitere umfangreiche Verkleidungsmaßnahmen an Lüftungsschacht, im späteren Bürobereich und im Treppenfoyer an.

Parallel dazu hat die Firma A.S.T. GmbH, Dresden, mit den Kernbohrungen für Installationsarbeiten der Gewerke Heizung, Lüftung, Sanitär und Klima begonnen. Die gesamte Elektroinstallation wird von der Firma Elekto Fröde, Stadt Wehlen, realisiert.

Momentan heißt die große Herausforderung: Punktgenaue Koordination und zeitliche Abstimmung zwischen allen Gewerken. Hier haben die beiden Bauleiter Reinhard Ader (Oberbauleiter) und Rolf-Werner Israel (Bauleitung TGA) voll zu tun, um weiterhin ein gutes Händchen zu beweisen.

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Mrz/11

15

Die Gesichter der Baustelle | Teil 10

Ist der Winter wirklich vorbei? Konnten wir nach dem Temperaturschock vom Dezember doch noch den heiligen Petrus auf unsere Seite ziehen?

Glaubt man der Prognose des dt. Wetterdienstes, scheint es tatsächlich so zu sein und wir haben alle Hoffnung, den Bauverzug von nunmehr vier Wochen wieder aufzuholen. Die Bauheizung haben wir aus psychologischen Gründen schon mal abgemeldet und die “längeren Tage” geben Kraft und Zuversicht.

Doch noch sind die Spuren des Winters nicht zu übersehen. So kämpfen wir und auch unsere Nachbarn in der Region derzeit mit einem Grundwasserspiegel von 2,5m unter NN, der unseren Keller nur in Anglerhose betreten lässt. Da die Kellerwände und Stützen wegen des bevorstehenden Terrasseneinbaus Westflügel dringend einer Ertüchtigung bedürfen, pumpen wir nun seit 11. März das Wasser ab. Dank an alle Beteiligten, insbesondere an das Umweltamt, die Untere Wasserbehörde, die WAB Coswig für die unbürokratische und schnelle Unterstützung bei den dafür nötigen Genehmigungsverfahren. Mit der Firma ERGO Umweltinstitut GmbH haben wir letztendlich einen zuverlässigen Partner für die Durchführung der Maßnahme gewinnen können und hoffen, dass wir so in Kürze Baufreiheit im Kellergeschoss erhalten.
 

Im Inneren des Gebäudes begannen die Bauvorleistungen für Ausbau- und Installationsarbeiten. Die Dimensionen der Gewerke Heizung, Klima, Lüftung und Elektro erfordern nicht nur wegen des engen Terminplans eine intensive Abstimmung und Disziplin aller Beteiligten. Die Komplexität des Vorhabens fordert eine hohe Einsatzbereitschaft und ein Mitdenken auf allen Ebenen. Mit den eigentlichen Ausbauarbeiten wird in wenigen Tagen im Hauptgebäude (Mitte) und den Lagerräumen begonnen.

Im Westflügel lässt der mittlerweile erreichte Bautenstand Garagen, Sozialräume, die Erschließung und erste Teilbereiche der Büroetage erkennen. Als Nächstes wird die Schalung für die einzuziehenden Decken vorbereitet, deren Einbau Ende März beginnt. Parallel werden im Mitteltrakt EG und 1. OG die alten Ziegelkappendecken ausgebessert, um sie originalbelassen in Lager und Büroräumen für sich wirken zu lassen.

Auf der Nordseite sind Erdbau- und Gründungsarbeiten für den Anbau Nord in vollem Gange. Hier werden später einmal die LKW-Verladestation, ein Treppenturm und der große Lastenaufzug ihre Heimat finden. Der Turm wird in seiner Anmutung ein modernes und spannendes Pendant zur historischen Gesamtanmutung des Gebäudes bilden.

Die Klinkerfassade wurde mittlerweile gewaschen und von alten Leitungen, Rohren und marodem Ziegelmauerwerk befreit. Derzeit läuft die Ausschreibung zur weiteren Instandsetzung und Ausbesserung, in nunmehr hundert Jahren hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Konsens besteht zwischen Bauherr, Architekt und Denkmalbehörde, dass eine sensible Ausbesserung, aber keine großflächige Erneuerung vorgenommen wird – eine Reminiszenz an das Alter und die bewegte Vergangenheit des Gebäudes.

Auf dem Dach blitzt und blinkt es bereits, die Arbeiten am Aluminium-Stehfalzdach gehen zügig voran und werden dieser Tage erstmal vorläufig beendet. Nach Fertigstellung des Nordanbaus und des Giebels West oberhalb der Terrassen werden die Restarbeiten vorgenommen und das Dach endgültig fertiggestellt.

Aber auch das Umfeld wird im wahrsten Sinne des Wortes bewegte Zeiten erleben. So arbeitet die Stadt Coswig nun nach Bewilligung des Förderantrages mit Hochdruck an der Bereinigung des Gesamtareals. Im Rahmen der Herrichtung der Flächen des zukünftigen Gewerbegebietes “EWS” wird kaum ein Stein und kein Stück Erde an seinem Platz bleiben. In Kürze werden einige der alten Gebäudereste der Abrissbirne zum Opfer fallen und die Erschließung des Gesamtareals beginnt. Für uns besonders wichtig: Die neue Gewerbestraße direkt an der Ostseite unseres Gebäudes soll bis August 2011 zumindest bis an die neue Toreinfahrt fertiggestellt sein – eine Herausforderung für die Stadt und eine zwingende Notwendigkeit für unseren reibungslosen Einzug in den neuen Firmensitz. Insofern ist klar: die nächsten Wochen und Monate werden zur großen Aufgabe und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – wir wünschen daher allen Beteiligten und uns einen weiterhin reibungslosen und zügigen Bauverlauf!

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Feb/11

1

Die Gesichter der Baustelle | Teil 9

Ein vorherrschendes Thema bei einer Sanierung dieser Größenordnung über die baukritischen Wintermonate ist natürlich das Wetter. Mit dem bis jetzt recht milden Januar konnten die Arbeiten aller Gewerke wieder mit voller Kraft aufgenommen werden und Tag für Tag ändert die Baustelle stetig ihr Gesicht. Das Fassadengerüst ist bereits seit Anfang des Jahres wieder freigegeben, so dass die Ausführungen der Dachdecker-, Zimmerer-, Abbruch- und Sicherungsarbeiten wieder in vollem Gange sind.

Gerade im Dachbereich zeigen sich große Veränderungen, denn an der Osthälfte werden die Dachverblechungsarbeiten umgesetzt und das erste Dachausstiegsfenster ist bereits gesetzt.

Die Abbrucharbeiten auf der Gebäudewestseite sind im Wesentlichen abgeschlossen und der nun sehr filigran wirkende Gebäudeteil wird durch eine temporäre Sicherungskonstruktion aus massiven Holzbalken gestützt. Doch auch an der Fassade gehen die Arbeiten weiter voran, einen ersten Eindruck über die Schönheit des alten Klinkermauerwerks kann man sich bereits an den frisch gereinigten Flächen verschaffen, das neue Sichtmauerwerk schließt mehr und mehr die optischen Lücken. Optische Lücken anderer Art schließt nun auch ein erstes Holz-Musterfenster mit Sprossenteilung, es fügt sich harmonisch und überzeugend in die historische Fassade ein.

Im Gebäudeinneren vermitteln die neuen Innenwände im EG und 1.OG einen ersten Eindruck des Weinlagers und des Packraumes. Die Skelettkonstruktion aus Stahlträgern und die Gusseisenstützen wurden mit Korrosionsanstrich versiegelt und weitere Brandschutzbeschichtungen mit abschließendem Metallglimmereffekt realisiert – die so veredelten Stützen strahlen nun wieder im alten Glanz.

Auch wenn wir die aktuell eher milden Temperaturen sehr willkommen heißen: die Baustelle ist für den nächsten Schnee- und Kälteschub vorbereitet. Die Baufreiheit für die Ausführung der Rohrinstallation der technischen Gebäudeausrüstung ist realisiert und so steht uns ein weiterer anspruchsvoller Bauabschnitt bevor.

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Dez/10

28

Die Gesichter der Baustelle | Teil 8

Auch wenn der Schnee von außen alles ruhig und bedächtig erscheinen lässt, geht der Geschossbau im Inneren der ehemaligen EWS termingerecht voran. Die Dachfläche ist zu einem Großteil wetterdicht und die Fenster trotzen dem Schnee und eisigem Wind dank der Notbeplanung. Mittels dieser Wetterschutz-Maßnahmen können die innenliegenden Wände gemauert und die Deckenaussparungen gebaut werden. Durch die mit Klinkern ausgemauerten Fensteröffnungen im EG und 1. OG lässt sich langsam das zukünftige Fassadenbild des Weinlagers erahnen.

Die Deckenbereiche für den Einbau der Haupttreppenanlage sind geöffnet und der Wandeinbau in den Obergeschossen wird fortgesetzt. Der Westflügel zeigt sich von außen noch in bekannter Manier, doch die konstruktiven Abbrucharbeiten im Westteil des Gebäudes sind bereits abgeschlossen. Ingenieurtechnische Holzaussteifungen an den freistehenden Klinkeraußenwänden und an den Bestandsdecken dienen der Sicherheit und Lastabtragung und stabilisieren diese Bauteile bis zum Einbau der neuen tragenden Wände und Decken.

Durch das beständige Winterwetter gehören Schneeräumen und Enteisungen auf der Baustelle zum aktuellen Tagesgeschehen. Die Arbeiten an Dach und Fassade wurden derzeit unterbrochen um den Aspekten Sicherheit und Verarbeitung gerecht zu werden.

Nach den Festtagen können die Bauarbeiten im Innenbereich trotz des strengen Winters fortgesetzt werden.

Wir wünschen allen Baubeteiligten schöne, besinnliche Festtage, einen glanzvollen Jahreswechsel und für das neue Jahr nur das Beste, gleiches gilt natürlich auch für unsere Leser. 

Wir freuen uns auf das für uns im besonderen Maße spannende Jahr 2011.

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Dez/10

13

Die Gesichter der Baustelle | Teil 7

Eine zentimeterdicke Schneedecke und dringende Dacharbeiten vertragen sich in der Regel nicht gut. Dennoch hat die Firma Blitzer in den letzten Wochen bereits 80% der gesamten Dachfläche, das bedeutet ca. 15 Tonnen bestehende Schweißbahn demontiert und fachgerecht entsorgt. Die so gerüstete Fläche wurde im Anschluss mit der erforderlichen Dampffolie versehen und derzeit sind bereits 300 qm Aufsparrendämmung fertig gestellt.

Trotz des lang anhaltenden und strengen Wintereinbruchs arbeitet sich das Dachdecker-Team rund um und mit Herrn Keller zügig achsweise vom Ostflügel aus über die gesamte Fläche.

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 „SUPERIORE.DE“ DRÜCKT AUF DIE TUBE

Internetweinhandel will schon im August 2011 neuen Firmensitz in EWS-Hauptgebäude eröffnen

Coswig. Die Dornröschentage des ehemaligen Hauptgebäudes der Elektrowärme Sörnewitz (EWS) sind gezählt. Im August nächsten Jahres will Lutz Heimrich hier mit seinem Internetweinhandel „Superiore.de“ einziehen. Das 105 Jahre alte Fabrikgebäude soll so etwas wie das Aushängeschild des derzeit in Dresden beheimateten Unternehmens werden.

Auf eine glanzvolle Zukunft deutet im Moment allerdings noch wenig hin: Das Gebäude ist inzwischen entkernt, in den nächsten Tagen kommen sogenannte Notfenster in die rund 250 Fensteröffnungen, die den schlimmsten Frost abhalten. Eigentlich sollte die Fassade abgewaschen und durch ein spezielles Verfahren gedämmt werden. Diese Arbeiten ruhen wegen der frostigen Temperaturen. Dafür entsteht im Inneren eine Brandschutzmauer. Sie teilt das Gebäude, so dass sich die spätere Nutzung erkennen lässt: In dem zwei Drittel großen Teilstück wird im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss auf je 1600 Quadratmetern das Weinlager eingerichtet. 150 000 Flaschen italienischer Weine hat der Internethändler derzeit auf Lager. „Und wir wollen weiter wachsen“, sagt Geschäftsführer Heimrich.

Im darüberliegenden Geschoss soll ein Versandlager liegen, in dem etwa Kartonagen und Packmaterial aufbewahrt werden. „Aus statischen Gründen können wir dort keinen Wein lagern, perspektivisch ist das aber als Erweiterungsfläche gedacht“, sagt Heimrich. Das Dachgeschoss bleibt vorerst ohne Nutzung.

In der kürzeren Hälfte im Westteil des Gebäudes entsteht in den unteren Geschossen ein Verwaltungstrakt. Weil das Dach hier besonders marode war, musste es teilweise abgerissen werden, genauso wie die zwei darunter liegenden Decken. Dadurch sind zwei Terrassen entstanden, von denen eine Heimrich selbst nutzen will, der sich hier seine Wohnung einrichtet. Die Terrassierung ist allerdings nur von der westlichen Giebelseite her zu sehen, weil die Seitenwände des Gebäudes aus Denkmalschutzgründen stehen bleiben mussten.

2,7 Millionen Euro kostet die Sanierung des EWS-Gebäudes, davon kommen 1,25 Millionen Euro aus einem Fördertopf der Europäischen Union. Teuer machen den Umbau einerseits Auflagen des Denkmalschutzes. So werden die Fenster für das Gebäude derzeit nach historischen Vorbildern extra angefertigt. Andererseits soll der künftige Unternehmenssitz mit Aufzug und Klimatechnik den modernsten Anforderungen genügen.

Um den gesamten Artikel im Original zu sehen, klicken Sie bitte hier.
Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten, 09.12.2010, von Uwe Hoffmann

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Dez/10

8

Die Gesichter der Baustelle | Teil 6

Trotz anhaltender Wintertemperaturen ist in den vergangenen vier Wochen viel auf unserer Baustelle passiert. Die Bauheizung läuft rund um die Uhr und der Heizöllieferant reibt sich – nicht nur wegen der Kälte – die Hände.

Zur Zeit erfolgt der konstruktive Abriss im Westteil des Hauptgebäudes (Terrassierung) und die Umbau- und Sanierungsarbeiten konzentrieren sich auf den Mittel- und Ostteil. Trotz der widrigen Wetterbedingungen werden nach dem letzte Woche erfolgten Einbau der Beton-Bodenplatte im Erdgeschoss bereits erste Innenwände gemauert. Die zukünftige Nutzungssituation zeichnet sich durch den Bau der Brandwände mehr und mehr ab: Der Innenbereich des Erdgeschosses nimmt langsam seine endgültige Form an.

Um weiterhin den ambitionierten Zeitplan zu realisieren und auch bei frostigen Graden auf der Baustelle arbeiten zu können, werden die ca. 250 Fensteröffnungen mit sogenannten “Notfenstern”, bestehend aus Holzrahmen und Baufolie, verschlossen. Des weiteren werden im EG und 1. OG die ersten Fenster mit Sichtmauerwerk geschlossen, um der zukünftigen Nutzung als Weinlager zu entsprechen. Aufgrund der 100 Jahre alten Fassade haben wir bei der Auswahl der hierzu verwendeten Ziegel großes Augenmerk auf Form, Beschaffenheit und Brenngrad gelegt.

Der Bestandsaufzug wurde komplett demontiert und der Aufzugsschacht für den Einbau des “Nachfolgers” vorbereitet. Die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten werden derzeit wetterbedingt auf die Vorbereitung der nächsten Arbeitsschritte und die Ausführung von Werkstattarbeiten reduziert.

Weitere Maßnahmen, die derzeit ausgeschrieben und verhandelt werden, sind die Fassadenreinigung und -sanierung, das Rohbau-Los_2 (Neubau Rampe und Treppen-/ Aufzugsturm Nordseite) und die Tiefbau-/ Straßenbauplanung der Freianlagen. Weiterhin wird das energetische Konzept einer Feinplanung unterzogen – hier insbesondere gilt es das Zusammenspiel von BHKW, Photovoltaikanlage und partiellem Fernwärmebezug zu optimieren.

Der zeitige und schneereiche Wintereinbruch ist für alle ausführenden Gewerke eine große Herausforderung und unser besonderer Dank gilt hier allen Bauschaffenden, die einen hohen Einsatz und große Umsicht bei der Arbeitsvorbereitung und bei der Gewährleistung der Baustellensicherheit zeigen.

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Dez/10

2

Altes muss Neuem weichen.

Gestern musste der 80 m hohe Schornstein der ehemaligen EWS der Zukunft Tribut zollen. Zum einen war die inzwischen marode Bausubstanz ein Sicherheistrisiko und zum Anderen wird künftig aus der Industriebrache ein vitaler und moderner Gewerbestandort. Auf rund 25 Hektar werden attraktive Gewerbeflächen geschaffen. Möglich wird das der Stadt Coswig durch die in der letzten Woche zugesagten Fördermittel in Höhe von 7,4 Millionen Euro (Gesamtvolumen der Entwicklungskosten: über 8 Millionen) von Bund und Land. Die Schornsteinsprengung und die Übergabe des Fördermittelbescheides sind somit der symbolische Startschuss für den Abriss von 16 Gebäuden auf dem Gelände, anschließend werden öffentliche Ver- und Entsorgungsanlagen für Trink-, Schmutz- und Regenwasser sowie Erschließungsstraßen entstehen.

Gern haben wir für den großen Anlass das gut beheizte Erdgeschoss unseres in Sanierung befindlichen zukünftigen Firmensitzes zur Verfügung gestellt. Unsere Baustelle bot am gestrigen Tag dem sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, Landrat Arndt Steinbach, Coswigs Oberbürgermeister Frank Neupold und über 100 Vertretern aus Politik und Wirtschaft eine optimale Sicht auf die Schornsteinsprengung und die gute Gelegenheit, bei einer geführten Besichtigung viel über den Stand unseres Sanierungsvorhabens zu erfahren.

Wir gratulieren der Stadt Coswig zu diesem wichtigen Meilenstein und sehen uns in unserer vor nunmehr fast zwei Jahren getroffenen Entscheidung bestätigt.

Hier ein visueller Eindruck der Sprengung:

Schornstein-Sprengung Gewerbegebiet Neusörnewitz

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Nov/10

11

Die Gesichter der Baustelle | Teil 5

Ein großes Projekt erfordert großes Gerät. Um die derzeitigen Arbeiten der Zimmerleute am Dach, aber auch die folgenden Gewerke optimal bei ihren Projektausführungen zu unterstützen, steht seit einigen Tagen ein Turmdrehkran auf unserer Baustelle. Der imposante Liebherr  71 K hat eine Hackenhöhe von 23,9 m und einen maximalen Hub von stolzen 6t und wird sicher zu einem verlässlichen Partner der Bauausführenden.

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Nov/10

2

Die Gesichter der Baustelle | Teil 4

Vor nunmehr acht Wochen wurden die Ausschreibungen für die Gewerke Zimmerei, Dachdecker, Rohbau, Haustechnik und Aufzugbau an je sechs Unternehmen ausgesandt, die von Größe und Referenzen für Leistungen unserer Größenordnung infrage kommen. Anschließend wurden mit den jeweils drei bestbietenden Unternehmen Vertragsverhandlungen geführt und jetzt sind alle o.g. Gewerke beauftragt und es wurde bereits Ende KW 42 mit den ersten Arbeiten begonnen. Alle beauftragten Unternehmen haben ihren Sitz in der Region.

Doch auch auf unserer Baustelle ist in dieser Zeit einiges voran geschritten. Die Sandstrahlarbeiten im Bereich Erdgeschoss, 1. OG, 2. OG sind abgeschlossen und die Stahlträger und Eisenstützen leuchten fast wieder im alten Glanz. Derzeit wird der Korrosionsschutz aufgebracht, welcher die Stützen der ehemaligen EWS für die kommenden Jahrzehnte wappnet. Und schon jetzt versprühen die Stützen und Träger in Verbindung mit den historischen Ziegelkappendecken einen imposanten Charme.

Für die Freiflächenplanung wurde ein erstes Grundlagenkonzept erstellt. Im gesamten Gebäude wurde eine Horizontalabdichtung durchgeführt, die die 100 Jahre alte Bausubstanz vorsorglich gegen möglicherweise aufsteigende Feuchtigkeit schützt.

Die frisch aufgestellten Bau-Container und der mit Spannung erwartete Kran sind nun auch äußerlich deutlich sichtbare Zeichen:  es geht mit großen Schritten voran.

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Sep/10

13

Die Gesichter der Baustelle | Teil 3

Es ist vollbracht: Das Gebäude ist beräumt, entkernt und besenrein.
Zwei Monate mit viel Tatkraft, Staub und Baulärm haben sich wahrhaftig gelohnt und offenbaren das imponierende Ergebnis:  Um 476 Tonnen Bauschutt, 215 Tonnen Baumischabfall, 82 Tonnen Altholz und 43 Tonnen weiteren Schrott ist das Industriedenkmal beräumt worden. Des weiteren wurden 7 km (1,80 Tonnen) alte Elektroleitungen entfernt. Die gesamte Entsorgung wurde unter Begleitung eines unabhängigen Sachverständigen und des Umweltamtes Kreis Meißen ordnungsgemäß durchgeführt.

Der erste Bauabschnitt ist Geschichte und die beeindruckenden Zahlen präsentieren sich direkt im Gebäude in ihrer schönsten Form: Die Etagen zeigen sich jetzt in Ihrer vollen Größe und spiegeln imposant die Dimension unseres Vorhabens wider. Während nun bereits die Ziegelkappendecken, Stahlsäulen und Stahlträger mittels Sandstrahlen freigelegt und gereinigt werden, gehen die Ausschreibungen und Vertragsverhandlungen für Rohbau, Dach, Fenster und Fassade in die heiße Phase.
Bis Ende des Monats wird der Bauwasseranschluss gelegt sein und dann wird der eigentliche Bau beginnen. Es bleibt also garantiert spannend!

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